Schulentwicklung

Individuelle Förderung (IF)– ein  komplexes Unterrichtsprinzip

Am 10. Januar 2017 wurde die 3. Zielvereinbarung mit dem übergeordneten Ziel „Individuelle Förderung ist in der ganzen Schule nachhaltig verankert und als durchgängiges Unterrichtsprinzip eingeführt“ zwischen der Valckenburgschule Ulm und dem Regierungspräsidium Tübingen geschlossen. Die Zielerreichung ist bis Juli 2020 geplant.

 

Folgende Ziele sind Teil des übergeordneten Ziels:

  • Wirkungs- /Wirksamkeitsprüfung aller bestehenden IF-Maßnahmen

Im Vorfeld wurde in Form einer IF-Landkarte dargestellt, welche Prozesse zum Thema Individuelle Förderung an der Valckenburgschule bereits existieren.

Im Rahmen des Evaluationsplans wurde im Schuljahr 2015/16 bereits die Wirksamkeit des Schüler-Lehrer Feedbacks und im SJ 2016/17 die Prozesse Methodenportfolio/ Projektkompetenz, die schon sehr lange an der Valckenburgschule praktiziert werden, evaluiert.

Die Evaluationsergebnisse machten deutlich, dass eine Überarbeitung dieser Prozesse notwendig ist.  Bis November 2016 bildeten sich 4 Lehrerteams  Methodenportfolio/Projektkompetenz und ein Lehrerteam Wirksamkeit des Schüler-Lehrer Feedbacks.

 

Ein weiterer Anlass, das Methodenportfolio/die Projektkompetenz im Rahmen von IF zu überarbeiten ist, dass Methodenkompetenz ein Baustein der Handlungskompetenz ist, die in allen Lehrplänen gefordert wird.

 

In der Kick-off Veranstaltung am 23. Februar 2017 in Form eines Workshops, der von der Fachberaterin für Schulentwicklung Saskia Schneider geleitet und in dem die Fachberaterin Unterricht Claudia Kreiser als Referentin eingeladen wurde, stand der stufenweise Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Methoden, Arbeitstechniken, kooperativen Lernformen im Mittelpunkt.

Anschließend wurde schulartspezifisch an der Konzeption der Methodenkompetenz als Baustein der Handlungskompetenz gearbeitet.

In einem schulartübergreifenden Treffen sollen Synergien genutzt werden, um ein schulartübergreifendes Konzept zur Methodenkompetenz als Baustein von Handlungskompetenz zu erstellen. Dieses kann in den einzelnen Schularten  z.T. auch modifiziert sein.

Die überarbeitete Fassung der Methodenkompetenz /Projektkompetenz als Baustein von Handlungskompetenz soll im SJ 2017/18 gelten. Auf die Erprobung erfolgt dann nochmals eine Evaluation am Ende des SJ 2017/18.

 

  • Organisationsstruktur + Information und Kommunikation

Basis für gelingende individuelle Förderung ist eine einheitliche Dokumentenstruktur und ein aktuelles Dokumentationsmanagement in Intrexx.

Damit kann die IF-Landkarte jederzeit erweitert, die Dokumente können schnell gefunden, Dopplungen vermieden werden, die Dokumente zeitnah aktualisiert werden und  Prozesse visualisiert werden.
Auch für dieses Thema bildete sich bereits im Oktober 2016 ein Lehrerteam. Dieses Thema wird die Projektgruppe auch in den folgenden Schuljahren beschäftigen.
Außerdem haben wir seit Mai 2017 mit Dr. Katharina Seeliger eine IF-Koordinatorin, die für dieses komplexe Thema die Koordination übernimmt.

  • Tablet-Projekt als Maßnahme für IF

Nutzung von digitalen Medien (Tabletprojekt) zur Individuellen Förderung.

Das  Projekt wird nach Vorgabe des Kultusministeriums durchgeführt, dokumentiert und evaluiert.

  • Jährliche Aktualisierung der IF-Landkarte

Unsere IF-Prozesslandkarte wird am Ende des jeweiligen Schuljahrs aktualisiert und erweitert, Ziel ist die Visualisierung, die Darstellung der Verzahnung der einzelnen Schularten soweit möglich, die Erstellung eines Glossars und die Dokumentation der Prozesse.

 

Was gab es neben dem Thema Individuelle Förderung sonst noch?

Im Mai 2017 fand eine Ratingkonferenz zum Thema Studienfahrten/Schullandheime im Beruflichen Gymnasium statt. Eine Projektgruppe bildete sich bereits im Oktober 2016 zu diesem Thema.

Den Auftrag zur Evaluation erhielt die Gruppe durch das Kollegium, das im Rahmen des Evaluationsplans für 2017/18 sich dieses Thema wünschte.

 

Im Rahmen der Information und Kommunikation erhielt das Kollegium zu Beginn des Schuljahrs 2016/17  zum ersten Mal die Valckenpost, in der über die Schulentwicklung und SMV  kurz informiert wurde und neue Kollegen vorgestellt wurden.

 

Mit Hilfe unseres Qualitätsleitbilds, des Evaluationsplans und der Zielvereinbarung wird es uns gelingen, die Qualität unseres Unterrichts zu verbessern, so dass wir auch in Zukunft  Schülerinnen und Schüler mit den für sie selbst und für die Gesellschaft und Wirtschaft wichtigen Kompetenzen bereichern können.

 


Phasen des Schulentwicklungsprozesses

 

2002-2004

  • Teilnahme am landesweiten Schulentwicklungsprozesses Stebs: Stärkung der Eigenständigkeit beruflicher Schulen
  • Entwicklung des Leitbildes

2005-2006

  • Entwicklung von Unterrichtsstandards

2006 – 2007

  • Erstellung eines Schulprogramms

Oktober 2007

  • freiwillige Fremdevaluation durch Landesinstitut für Schulentwicklung
  • Valckenburgschule wird OES- Schule (Vertrag zwischen Schule und Regierungspräsidium Tübingen)

Juli 2008

  • Abschluss der 1. Zielvereinbarung zwischen der Valckenburgschule und dem Regierungspräsidium Tübingen

Februar 2009

  • Start der Projekte in den drei Qualitätsbereichen Unterricht, Schulführung und Schulmanagement, Schul- und Klassenklima

März 2012

  • 2. Selbstevaluation

November 2012

  • OES-Zielfindungstag

Februar 2013 bis Juli 2015

  • Start der Projekte in den Qualitätsbereichen Unterricht, Professionalität der Lehrkräfte,
  • Schul- und Klassenklima

November 2013

  • Abschluss der 2. Zielvereinbarung zwischen der Valckenburgschule Ulm und dem Regierungspräsidium Tübingen

Oktober 2014

  • Ergänzung des Leitbilds der Valckenburgschule Ulm durch ein Qualitätsleitbild
  • 2. Fremdevaluation durch das Landesamt für Schulentwicklung